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 Projekt 
(c) Historisches Museum Frankfurt, Stadtblicke
(c) Historisches Museum Frankfurt, Stadtblicke
(c) Historisches Museum Frankfurt, Stadtblicke

Stadtblicke – eine subjektive Frankfurt-Kartografie

Frankfurt ist vergleichbar mit einem lebendigen Organismus. Fortwährend ist die Stadt im Wandel: Baustellen, Umleitungen, Abriss, Neu- und Umbau führen uns die stetige Transformation vor Augen. Wie erleben und interpretieren Frankfurter*innen diese städtischen Veränderungen? Wie ist ihr Blick auf die Stadt?

Über 80 Stadtlaborant*innen haben bei der Ausstellung mitgewirkt und Frankfurt zeichnerisch erkundet. Durch das Zeichnen wird die individuelle Bewegung der Hand sichtbar, es entstehen subjektive Wege. Die Verdichtung von Strichen, farblichen Akzentuierungen und Beschriftungen zeigt was den Zeichner*innen wichtig ist. Was unwichtig oder uninteressant erschien, wurde weggelassen. Techniken wie Zeichnung (Blei-/ Buntstift, Kohle, Filzstift, Kuli, Tusche/ Tinte, Kreide), Radierung, Aqua Tinta, Aquarell und Collage kamen zum Einsatz.

Die Ausstellung im Stadtlabor zeigt Zeichnungen und Kartierungen von Kindern und Jugendlichen, Architekt*innen, Künstler*innen, Urban Sketchern und vielen weiteren Frankfurter*innen. Einzelne Gebäude, Straßenzüge, Freiflächen, Siedlungen und Stadtviertel rücken dabei in den Vordergrund. Die Baustellen am Kaiserlei und im Allerheiligenviertel sind ebenso Gegenstand der Betrachtungen wie der Wandel des Einzelhandels an der Hauptwache. Darüber hinaus beschäftigen sich die Arbeiten mit Klimawandel, Leerstand, Mobilität, Nachkriegsmoderne und Transformationsmöglichkeiten der autogerechten Stadt. Die Blicke reichen vom Panorama bis ins Detail. Neben aktuellen urbanen Beobachtungen und persönlichen Kommentaren werden Blicke in die Zukunft gezeichnet.

Die Ausstellung wurde kuratiert von Susanne Gesser und Katharina Böttger. Grafikdesign mit Anna Kraus und Charalampos Lazos. Lichtgestaltung: Andy Holmes. Mitarbeit: Lara Landbrecht