Projektpartner:
Deutsches Institut für Urbanistik, Berlin
Fraunhofer-Institut (ISI), Karlsruhe
Thomas Rustemeyer, Karlsruhe
Fördermittelgeber:
Umweltbundesamt (UBA)
2022-25
Viele Innenstädte leiden unter Leerständen, dem ungewissen Schicksal der Kaufhäuser, der Aufgabe von Traditionsgeschäften, geringeren Besucherzahlen etc. Die Anfänge dieser Entwicklungen liegen zumeist Jahre – wenn nicht Jahrzehnte – zurück, die Pandemie hat die Dynamik der Entwicklung jedoch verstärkt.
Wie aber können in diesem Kontext Inspirationsquellen für alternative Wege der Innenstadtentwicklung erschlossen werden? In dem Forschungsprojekt wurde ein Werkstattprozess konzipiert und erprobt, der Kommunen auf diesem Weg unterstützen kann. Genutzt werden Foresight-Methoden, die darauf abzielen, mögliche zukünftige Herausforderungen und Chancen zu antizipieren und mithilfe alternativer Szenarien und Visionen neue Handlungsoptionen zu schaffen. Zentral ist dabei die Identifizierung von Signalen – Beobachtungen, die Irritation auslösen und als Hinweis auf mögliche Veränderungen interpretiert werden können, – für mögliche Veränderungen und die Bewertung ihrer Relevanz aus spezifischer Sicht der Akteure im Handlungskontext der Innenstadtentwicklung. Ein besonderes Augenmerk gilt der Minderung von Wahrnehmungsfiltern und Vorurteilen im Zukunftsdenken.
In sieben deutschen Städten wurden mittels der Foresight-Methoden mögliche Zukünfte für die Innenstädte entwickelt und diese auf ihre Tragfähigkeit untersucht. Neben der Visualisierung der Signale entstanden jeweils Visionsbilder der zukünftigen Innenstädte. Als Produkt dieses Forschungsprozesses wurde das Toolokit „Nachhaltige Innenstadtentwicklung mit Foresight-Methoden neu denken“ realisiert.